Verein der Freunde
FREISINGTIPPS
       
GESCHICHTE
UNTERGESCHOSS
ERDGESCHOSS
2. OBERGESCHOSS
Erstes Obergeschoß
 
HL. MICHAEL, VOM WEIHENSTEPHANER ALTAR, 1489
  Meister der Blutenburger Apostel:
Erzengel Michael, 1489

In priesterlicher Kleidung, scheinbar schwebend erscheint die Gestalt des Erzengels Michael in der Skulptur des Blutenburger Meisters. Das Bildwerk wurde für den gotischen Choraltar der Klosterkirche Weihenstephan geschaffen. Die androgyne Schönheit des Engels wirkt zeitlos modern.
     
 
KORBINIAN ZÄHMT DEN BÄREN, VOM WEIHENSTEPHANER ALTAR, JAN POLACK, 1489
  Jan Pollack:
Das Bärenwunder des heiligen Korbinian, 1489

Ebenfalls für den Weihenstephaner Altar malte Jan Pollack, der wichtigste Münchner Maler des ausgehenden Mittelalters, die Tafel mit dem Bärenwunder des heiligen Korbinian. Das Gemälde beschreibt gleichnishaft die Überwindung von Gewalt und Zerstörung durch die christliche Kirche.
     
 
CHRISTUS ALS SIEGER ÜBER TOD UND TEUFEL, LUKAS CRANACH, 1542
  Lucas Cranach:
Der Sieg Christi über Tod und Teufel, 1542

Das Bild ist ein Gemäldeepithaph, es erinnert an Johannes Keller, den ersten Superintendenten in Dresden. Der Verstorbene kniet vor Christus, der über Tod und Hölle triumphiert. Das Motiv bezieht sich auf die Textstelle "Der Tod ist verschlungen im Sieg, Tod wo ist dein Spieß, Hölle wo ist dein Sieg" im ersten Korintherbrief des Apostel Paulus. Aus dieser Glaubensaussage und aus überlieferten Elementen der christlichen Bildtradition entwickelte Lucas Cranach ein reformatorisches Totenbild.
     
 
BAUER MIT KÄLBCHEN, CHRISTOPHER PAUDISS, 1662
  Christopher Paudiß, Der alte Bauer mit dem Kälbchen und dem Metzger, 1662
Den greisen Bauern, der sein ängstliches Kälbchen am Strick zum Markt führt, bedrängt ein geschäftstüchtiger Metzger. Der Bauer erinnert an einen Patriarchen des alten Testaments. In der Genremalerei des Rembrandt-Schülers Christopher Paudiß sind einfache Handwerker und Bauern die Helden. Pß war seit 1662 am Hof des Freisinger Fürstbischofs Albrecht Sigismund tätig. Vor allem seine virtuose Lichtführung begründet seinen besonderen Rang in der Europäischen Barockmalerei.
     
 
DREI BRÜDER ASAM, COSMAS DAMIAN ASAM, UM 1720
  Cosmas Damian Asam: Gruppenportrait mit Cosmas Damian, Philipp Emanuel und Egid Quirin Asam, Georg Demarées: Bildnis Egid Quirin Asams 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts
Kostümiert mit einer roten Vorhangdraperie, Pelzkappe und Ohrring setzt sich Cosmas Damian Asam in Szene. Er ist bei der Arbeit zu sehen, hinter ihm steht ein unvollendetes Portrait Philipp Emanuels, der als Pater Engelbrecht im Zisterzienserkloster Fürstenfeld lebte. Der jüngste Bruder, der Bildhauer Egid Quirin Asam blickt wie ein Gehilfe dem Meister über die Schulter.

Jahre Später präsentiert sich Egid Quirin mit Allongeperücke in einem blauen Samtrock als selbständiger Künstler. Stolz verweist er auf eine Stuckplastik.

Cosmas Damian und Egid Quirin Asam waren die bedeutendsten Vertreter des bayerischen Spätbarock. In den Jahren 1723 bis 24 schufen sie für den romanischen Freisinger Dom ein Festgewand aus Stuck und Fresken.
     
 
IMMACULATA VON ATTEL, IGNAZ GÜNTHER, UM 1760
  Ignaz Günther:
Maria Immaculata, um 1760

Maria wird als Rokokoschönheit beschrieben. Ihre schlanke, hochhüftige Gestalt steht auf einer Wolke, zu ihren Füßen sind Mondsichel und Schlange. Mantel und Kleid sind eng ineinander um den Körper geschlungen. Die kostbare Farbfassung von Gesicht, Händen und Kleid steht der hohen bildhauerischen Qualität der Skulptur in nichts nach. Ignaz Günther war einer der genialsten Bildhauer des Süddeutschen Rokoko. Auch er schuf Werke für Freising.
     
 
GLORIE DES HL. BENEDIKT, DECKENBILDENTWURF VON J. J. ZEILLER, 1763
  Johann Jakob Zeiller:
Die Glorie des heiligen Benedikt und seines Ordens, 1754

Zahlreiche Heiligengestalten bevölkern Wolkenränge, über denen sich eine blauer Himmel wölbt. Das Gemälde ist eine Studie zu Zeillers großem Kuppelfresko im Langhaus der Klosterkirche zu Ottobeuern. Das Bild ist ein Werk aus der erlesenen Sammlung von Bozzetti, Ölskizzen und Studien, die das Museum besitzt.
   
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